Alexander Stöhr – Kochen als Angelegenheit des Herzens
Aromen und Düfte der Natur faszinieren Alexander Stöhr schon seit seiner Jugend. Dem Küchenchef der Schlosstaverne im steierischen Zeltweg sind bis heute der Geschmack saftig roter Kirschen und der Duft der blühenden Linde im Garten seines Vaters im Gedächtnis geblieben.
Zunächst widmete sich Alexander Stöhr den Aromen im Wein. Er machte eine Ausbildung zum Diplomsommelier und hatte dabei die Gelegenheit, großen Köchen über die Schulter zu schauen, so auch dem Großmeister der Küche, Werner Matt im Wiener Hilton. Dabei entdeckte Stöhr seine Leidenschaft fürs Essen, das er für etwas Wunderbares hält. „Nur Kochen ist noch schöner“, sagt der Haubenkoch mit einem humorvollen Augenzwinkern.
Das endlose Spiel der Aromen
Für Alexander Stöhr beschränkte sich Kochen von jeher nicht auf den reinen Akt der Essenszubereitung. Er hatte hohe Ziele, wollte mehr, wollte eine eigenständige Küchenlinie schaffen. Den nötigen Ehrgeiz dafür erbte er von seiner Urgroßmutter, die zu Kaisers Zeiten Köchin in Bad Gastein war. Das nötige Rüstzeug erwarb er sich in den Jahren der Ausbildung, in denen er sich Anregungen bei Spitzenköchen, wie Hans Haas und Dieter Müller holte. Seine Inspiration wurde durch die Natur genährt, die überreich an Geschmäckern, Düften und Aromen ist. Alexander Stöhr genügt nur ein fangfrischer Fisch, Pilze aus dem Wald oder Kräuter aus dem Schlossgarten und schlagartig fällt ihm ein Rezept dazu ein. In der Küche wird dann die Idee in die Tat umgesetzt. Dabei entsteht nicht selten ein „Gemälde“ auf dem Teller und es kommt vor, dass Stöhr von seinen Gästen gefragt wird ob man dieses Produkt auch essen dürfe.
Seine Küchenlinie beschreibt Alexander Stöhr mit den Worten „regional“ und „modern“. Darauf baut seine Arbeit auf. Es ist das Bewusstsein für die Qualität heimischer Spitzenprodukte und der Drang, weltoffen, aufgeschlossen und neugierig zu bleiben, gewürzt mit einem hohen Maß an Konsequenz. Der Akt des Kochens ist für Alexander Stöhr mittlerweile zu einer Angelegenheit des Herzens geworden und zum sinnlichen Spiel mit den endlosen Aromen der Natur. (weim)
Auszeichnungen
* 1995: Die Schlosstaverne wurde zum ersten Mal im A la Carte Österreich-Führer erwähnt, aktuell wird sie dort mit 3 Sternen geführt.
* 2001: Gault Millau verleiht die erste Haube.
* 2004: Es kommen eine zweite Haube und 16 Punkte hinzu.
* 2006: Der Michelin Führer Österreich spricht die Auszeichnung „Bip-Gourmand“ (bemerkenswerte Küche mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis) aus.
* 2007: Es folgte eine Auszeichnung im Falstaff-VIP-Gourmetführer mit 84 Punkten.
* 2008: Die Schlosstaverne erhält 2 Gabeln und 86 Punkte.





