Adolf Bittermann – Superlative der besonderen Art
Adolf Bittermann, von seinen Freunden salopp „Adi“ genannt, hat seit einem Jahr ein neues Domizil. Er renovierte das alte Schulgebäude aus der Zeit Maria Theresias am Göttlesbrunner Kirchplatz. Seine Gäste werden ihm und seiner Frau auch nach dem Umzug vom Altwiener Beisl in das Gourmetrestaurant in der neuen, ländlichen Gegend vor den Toren Wiens die Treue halten, denn der exzentrische Haubenkoch bürgt für Qualität.
1982 begann Bittermann seine Lehrzeit im Wiener Rathauskeller unter der Führung von Erich Bayer. Danach war er als Jungkoch in der Goldenen Glocke und im Radisson Hotel tätig sowie als Alleinkoch in Pichlbach im Gourmet Stüberl Mähberg. Der Adi hat sich aber eher von Superlativen der ungewöhnlichen Art angezogen gefühlt. Im Lotte, eines der ersten Haubenlokale Wiens war er als Chef Entermetiere tätig und er arbeitete im Pfiff ums Eck, dem kleinsten Haubenlokal ohne Speisekarte. 1994 übernahm der exzentrische Koch Vikerl’s Lokal, in Wien Fünfhaus am Westbahnhof. Adi Bittermann und seine Gattin Bettina führten das Lokal 12 Jahre lang und erhielten 1998 bis 2006 zwei Hauben. Das Gastronomenehepaar wurde Römertopfpreisträger und Trophy-Gourmet-Preisträg
Gourmetküche für jede Brieftasche
2006 war es endlich soweit. Das Schulhaus in Göttlesbrunn war fertig renoviert und die Bittermanns konnten umsiedeln. Die Geduld beim Umbau hat sich gelohnt. Aus dem alten Schulgebäude wurde ein luxuriös ausgebautes Gourmetrestaurant, mit einem großzügigen Vinarium. Originelle Details zieren das Restaurant, Naturstein am Boden, edle Weinkisten aus aller Herren Länder als Holzvertäfelung und großflächiger Gemälde an den Wänden.
Die Gäste bei Adi Bittermann, man weiß nicht, sind es die Freunde, die zu Gästen wurden oder umgekehrt, werden es ihm nicht verdenken, wenn sie auch im Vinarium in Göttesbrunn auf ihr Essen warten müssen, denn sie wissen, dass sie aufs Beste für die Wartezeit belohnt werden. Lieber weniger und dafür was Gescheites, ist Adi Bittermanns Devise. Er hält seine Speisekarte knapp, dafür kocht er mehr. „Von Würsteln am Morgen bis zur Gänseleber am Abend – Ich will für jeden Gast und jede Brieftasche das ideale Programm bieten!“ Mit dieser Philosophie ist es dem Spitzenkoch gelungen, seit sieben Jahren 2 Hauben zu halten. Von Adi Bittermann ist das Kochbuch „Die Kronländerküche“ erschienen.





