Christian Petz – Der Senkrechtstarter
Christian Petz, geboren 1963, wuchs in Grein an der Donau auf. Bereits als Kind half er in der Küche und im Service des elterlichen Gasthauses Strudengau mit. Nach dem Schulabschluss entschied sich Petz zunächst für eine Ausbildung an der Hotelfachschule, zog aber nach drei Jahren die praxisbezogenere Lehre als Koch vor, eine gute Entscheidung, wie sich später zeigen sollte. Nach Abschluss der Lehre startete er seine Wanderjahre durch die besten Restaurants Mitteleuropas. Er war auf Sylt, im Landhaus Nösse bei Jörg Müller, arbeitete im Königshof in München, machte Station bei Eckart Witzigmann im Aubergine in München und war als Souschef im Hotel Hilton Plaza in Wien unter Werner Matt tätig.
Trendsetter der Küchenkultur
So gerüstet wurde Christian Petz als Küchenchef ins Relais&Châteaux-Hotel Post Lech am Arlberg berufen, wo er innerhalb kurzer Zeit die Restaurantbewertung von einer auf zwei Hauben steigerte. Petz war damit aber noch nicht am Ende der Erfolgsleiter angekommen. Er wechselte noch einmal, dieses Mal ins Palais Schwarzenberg nach Wien, und verhalf auch diesem Haus innerhalb kurzer Zeit zur zweiten Haube. Im Dezember 1999 wurde Petz, der Garant für große Auszeichnungen, für das neu gegründete Restaurant Meinl am Graben in Wien engagiert und erkochte im ersten Jahr zwei Hauben im GaultMillau, ein Jahr später erhielt er, noch einmal bei GaultMillau, 17 Punkte und drei Hauben sowie den Trophée Gourmet für kreative Küche des Restaurantführers A la Carte. Damit nicht genug, wurde der große Neue unter den Köchen zum Trendsetter des Jahres 2002 und gleichzeitig zum Koch des Jahres 2002 gekürt. Seit 2003 Christian Petz im Wiener Palais Coburg für die Küche verantwortlich.
Der erfolgreiche Haubenkoch legt in seiner Küche größten Wert auf Qualität und Saisonalität der Grundprodukte, die Zubereitung muss unkompliziert sein und überflüssigen Firlefanz lehnt er ab. Christian Petz ist für seinen klaren und modernen Stil sowie seine puristische Handschrift berühmt geworden. Gleichzeitig ist er bemüht, die großen Klassiker der Wiener Küche, die als Schmelztiegel verschiedenster mittel- und osteuropäischer Einflüsse in sich birgt, zu beleben. Wein ist für Petz nicht nur Beiwerk für Lukullisches, er nimmt sich den Wein als Zielmarke und kocht gelegentlich gerne einmal auf den Wein zu.
Schmecken soll´s
Ein Gericht muss sich nicht ausschließlich auf Luxusprodukte stützen, so glaubt der Starkoch. Ihm gelingt, die ganz einfachen Grundlagen zu veredeln. Zartem Gemüse, frischem Fisch und delikatem Geflügel verleiht er Finesse und kreiert Speisen in faszinierender Leichtigkeit und fröhlicher Gelassenheit. Das Ziel dabei sind nicht etwa die Hauben, Christian Petz bleibt bescheiden und sagt: „Schmecken soll´s!"
Auszeichnungen
* GaultMillau 2007: 17 von 20 Punkten (3 Hauben)
* A la Carte 2007: 94 von 100 Punkten (4 Sterne)
* Guide Michelin 2005: 1 Michelin Stern und 4 Bestecke
* Feinschmecker 2005: „Hier steht gutes Essen und guter Wein im Mittelpunkt, nicht die Repräsentation.“
* Decanter 2004: „The hottest place to dine in Vienna at the moment is the neo-classical Palais Coburg.”







