Werner Pichlmaier - geborener Koch

Werner Pichlmaier, Küchenchef im Sacher
Der Wunsch, Koch zu werden, wurde dem Steirer Werner Pichlmaier praktisch in die Wiege gelegt. Seine Eltern besitzen ein Restaurant in Graz. In der Küche des Familienrestaurants hatte er schon von früher Kindheit an viel Zeit verbracht und alles was in Topf und Pfanne geschah genau beobachtet. So war die Frage, was er einmal werden möchte, für ihn ganz einfach zu beantworten: „Natürlich Koch!“ Die Lehre absolvierte Pichlmaier im elterlichen Betrieb, den er für einige Jahre selbst führte. Dennoch zog es ihn 2005 weg von Graz nach Wien.
In der österreichischen Hauptstadt arbeitete Pichlmaier bis 2006 im Gourmetrestaurant Steirereck als Chef de Partie am Gardemanger. Als Beginn seiner Karriere bezeichnet der junge Chefkoch den Zeitpunkt, als ihn Küchenchef Hans Peter Fink in das weltbekannte Haus im Hotel Sacher Wien holte. Ihn hat dort beeindruckt, wie es zu schaffen ist, einerseits auf höchstem Niveau für die mit GaultMillau-Hauben ausgezeichneten Restaurants zu kochen und gleichzeitig exklusive Galadinners für bis zu 750 Personen zu Silvester und am Opernball-Abend auszurichten. Die Planung solcher Events stellt eine logistische Herausforderung dar und verlangt perfekte Organisationsabläufe innerhalb einer großen Küchenmannschaft, während der Küchenchef gleichzeitig Ruhe und Stressresistenz ausstrahlen muss. Seit Februar 2008 ist Pichlmaier Küchenchef im Hotel Sacher. 

Österreichische Küche mit steirischem Einschlag

Die Kulinarik Werner Pichlmaiers kommt mit wenigen Komponenten, schlichten Details und einer ungekünstelten Handschrift aus. Er interpretiert die österreichische Küche mit steirischem Einschlag, leicht und zeitgemäß, wobei er sich auf die Verwendung heimischer, saisonaler Grundprodukte konzentriert, die frisch und unverfälscht verarbeitet werden. Ein typisches Pichlmaier-Menü: Kalt gedämpfter Alpenlachs mit Roten Rüben und Kaviar, Hochschwab-Rehrücken mit Pilzknöderl und Erbsen-Wirsingkohl, Weißmohn-Zwetschkenschnitte mit Moccasorbet.  "Neben einer hervorragenden Ausbildung muss ein Spitzenkoch Hausverstand, logisches Denken, Teamgeist und vor allem die bedingungslose Liebe zum Beruf mitbringen, denn die unregelmäßigen Arbeitszeiten machen den Beruf des Koches nicht immer einfach."  Werner Pichlmaier hat sich sein Ziel für die nächsten Jahre gesteckt: Er will den hohen Standard im Sacher nicht nur halten, sondern auch noch ausbauen. Hauben und Sterne sind für ihn und sein Team keine Last, sondern ein Ansporn. Das nächste ehrgeiziges Projekt wird im Sommer 2008 nach den Plänen des weltbekannten französischen Innenarchitekten Pierre Yves Rochon realisiert – das Sacher-Gourmetrestaurant „Anna Sacher“. Das kulinarische Angebot soll dann noch exklusiver werden und dem luxuriösen Ambiente in nichts nachstehen.