Erich Pucher – Übers Meer und auf die Alm

Einer der besten: Erich Pucher
Erich Pucher, der beharrliche und kreative Koch, kennt keine Grenzen. Bereits mit 21 Jahren war er als jüngster Sous-Chef im Scandinavia-Hotel, in Oslo beschäftigt und sammelte Küchenerfahrungen auf den Weltmeeren, in Los Angeles, Kopenhagen, Arlberg und St. Moritz. Er soll einmal gesagt haben, mit sich nie zufrieden zu sein. Dazu hat er aber keinen Grund, denn Pucher zählt zu den besten Köchen Österreichs.
Der 1956 geborene Spitzenkoch aus Knittelfeld kochte sich durch die halbe Welt, bevor er sich 1983 in der Rahmhube auf der Stolzalpe bei Murau niederließ - welch ein Gegensatz. Er blieb für zwei Jahrzehnte dort oben und machte aus der Alm eine der besten Wirtschaften in der Steiermark. Wenn die Gäste nicht zu mir kommen, hat er sich vielleicht nach zwanzig Jahren gedacht, dann komm ich zu den Gästen. Er ist wieder hinunter ins Tal gestiegen und hat sich mit seinem Partner, dem Hotelier Adolf Lercher zusammengetan. Ein erfolgreiches Gespann, die beiden. Adolf Pucher hat im Traditionshotel Lercher in der Murauer Altstadt offensichtlich alles, was er für den Erfolg braucht. Konsequent konzentriert er sich auf das Wesentliche. "Das Grundprodukt muss das beste sein", sagt Pucher. Bio-Rindfleisch und Kaninchen bezieht er ebenso aus der Region wie Forellen, Zander, Saiblinge und auf seinem Käsewagen präsentiert er 16 heimische Sorten. Dafür geht er auch einmal von Haus zu Haus um die Bäuerinnen zu ermuntern, ihre Produktion zu erhöhen. 

Eins - Zwei - Drei!

Eine Haube, zwei Hauben, drei Hauben – Erich Pulcher hatte sich diesen Erfolg immer erträumt, dass er es aber tatsächlich schaffen würde, darüber ist er selbst am überraschtesten. Gern würde er diesen Ruhm seiner Ehefrau Ruth widmen. Das Leben dieses beharrlichen Mannes hatte auch seine Schattenseiten: Nicht genug damit, dass Erich Pucher der sich nie mit dem Durchschnittlichen zufrieden gab, in wirtschaftliche Turbulenzen geriet und sich von der legendären Rahmhube trennen musste, er verlor er auch seine Ehefrau Ruth. Herzlich, wunderschön, Mutter seiner reizenden Töchter. Die Trauer schien, ihn den introvertierten Menschen, zu beflügeln. Denn die dritte Haube kam in dieser wohl schwierigsten Phase seines Lebens.

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„Es ist die Liebe am Experimentieren, die Lust, aus den nahezu unerschöpflichen Möglichkeiten immer wieder Neues zu erproben.“ Erich Pucher