Josef Floh – Unikat der Gastronomie
1971 ist Josef Floh als Sohn eines Fleischhauers und einer Wirtstochter im österreichischen Langenlebarn geboren. Der Austrianer, wie er sich selbst bezeichnet, ist pfiffig, bodenständig und kreativ. 1993, mit 24 Jahren, hat Josef Floh das Gasthaus von seinen Eltern übernommen. Er eröffnete mit Preisen wie anno dazumal – an das Chaos am ersten Tag erinnert sich der Gastronom Floh heute nur noch zu gut. Allerdings scheint ihm Chaos nicht anhaben zu können, denn er ist jung geblieben, in diesen 15 Jahren, und gleichzeitig erfolgreich geworden.
1986 hat Josef Floh seine Ausbildung an der Hotelfachschule in St. Pölten begonnen. Danach folgt ein Lebenslauf, bei dem sich schon Individualität und Spontaneität abzeichneten – Praktikum im Strandhotel Seerose in Fuschl/See mit dem bislang unerreichten Salzburger Eisbecherproduktions(welt)rekord, dann Praktikum im Restaurant Tischlerwirt in Reith bei Kitzbühel, mit der Verabschiedung als Billardmeister 1988 von Kirchberg in Tirol und anschließend ein erster Kontakt mit Hannes Amstätter, seinem späteren langjährigen Wegbegleiter. Bei ihm erlernte der Floh das Einmaleins des Kochen und konnte Vieles sehen, positiv wie negativ.
Leidenschaft gewürzt mit einem Schuss Beharrlichkeit
Von da an ging es mit Josef Floh kulinarisch aufwärts. Er wurde Chef Gardemanager in der Residenz Heinz Winkler in Aschau, gründete die Floh KEG und baute das elterliche Gasthaus um. Bereits ein Jahr nach der Eröffnung des Gasthauses waren die ersten Berichte über das „Floh“ zu lesen. Die Fachwelt war aufmerksam geworden: 3 bzw. 4 Hauben bei Bertelsmann, Top-Wirt des Jahres 2005, 3 Flaschen für die Weinkarte vom A la carte Führer und 15 Punkte bzw. 2 Hauben bei Gault Millau. Besonders stolz ist der Floh, dass die Weinkarte seines Gasthauses vom berühmten amerikanischen "Wine Spectator" zu den besten der Welt gezählt wird. Dennoch ist das Lob der Fachmedien für Josef Floh nur das zweitbeste, das größte ist und bleibt für ihn das Lob der Gäste.
Mit Leidenschaft, Beharrlichkeit und Geradlinigkeit hat sich der Gastronom Floh einen Genussstandort erkämpft, der eigenständig und gemütlich ist und das Zeug hat, zum Stammplatz für den Genussreisenden durch Stadt und Land zu werden. (weim)






